
Sponsoring einen gemeinsamen Stand (ca. 300 qm) in direkter
Nachbarschaft von Telekom und Nokia, nachdem wir die Notwendigkeit
einer Beschäftigung mit Foto- und Medienpädagogik deutlich
machen konnten. Viel Platz also für die Ausstellung der
Preisträgerfotos und den Bereich des KJF, für
die PC’s der Bundesinitiative und den gemeinsamen Stand
der LAG
Kunst und Medien mit der Abteilung Medienpädagogik der PH Freiburg.
Allen gemeinsam war das Anliegen, die neuen Technologien als
medienpädagogische Herausforderung wahrzunehmen und erfolgreiche
Projektansätze vorzustellen. Frei nach dem Motto: "Eine gute
Kamera macht allein noch keine guten Fotos" wurde versucht, die
Fotografie wieder verstärkt als Medium der Kommunikation in
Lehr-Lern-Prozessen zu nutzen und Möglichkeiten einer kreativen
Fotoarbeit aufzuzeigen.
Der Erfolg unserer Präsenz auf dieser
Messe zeigt, dass wir mit dem Anliegen, Studierende für den
Umgang mit (digitaler) Fotografie medienpädagogisch zu
qualifizieren, eine bislang nicht besetzte "Nische" ausfüllen:
Die auf der photokina zahlreich anwesenden Fachhochschulen
qualifizieren für den Beruf des Fotografen, nicht aber für
den des Fotopädagogen.
Kern der medienpädagogischen Präsenz der PH Freiburg war das
Fachforum Digitale Fotografie in Schule und Jugendarbeit, auf
dem drei Tage lang Projektbeispiele aus Vorschule, der Primar- und
den Sekundarstufen sowie der außerschulischen
Jugendmedienarbeit gezeigt und diskutiert wurden. Zum Fachforum
erschien das von Alfred Holzbrecher (PH Freiburg) und Jan Schmolling
(Deutscher Jugendfotopreis) herausgegebene Buch "Imaging. Digitale
Fotografie in Schule und Jugendarbeit", in dem erstmals versucht wurde, didaktische Bausteine für die
Arbeit mit dem Medium Digitalfotografie zu entwickeln.
Am Messestand zeigten sich viele Besucher, v.a. Lehrer, Fotografen und
Studenten, sehr interessiert am Ausbildungsgang
"Foto-/Medienpädagogik". Gezielt nachgefragt wurden so
viele Informationsblätter und Pressemappen, dass nachproduziert
werden musste. Bestätigt werden konnte in diesen Gesprächen,
dass in den Schulen weniger die Geräteausstattung das zentrale
Problem darstellt, sondern vielmehr das Fehlen didaktischer
Konzeptionen – und fachdidaktischer Anschluss-Möglichkeiten –
zur Arbeit mit der Digitalfotografie. Die Technik ist vielfach
vorhanden, doch die Anwendungsszenarien fehlen
fast völlig.
Unser
Ansatz zur Animation der Multiplikatoren, die Digitalfotografie in
Schule und Jugendarbeit verstärkt zu nutzen, fand sehr große
Resonanz: Die Präsentation und Diskussion von Projektbeispielen
scheint die Motivation zu schaffen, die notwendig ist, um erste
eigene didaktische Gehversuche zu machen. Wichtige Anregungen für
weitere Ideen und für den persönlichen Einsatz der
Digitalfotografie konnten so vermittelt werden.
Rückblickend betrachtet war die photokina zum einen eine sehr gute Möglichkeit
für die beteiligten Kooperationspartner, sich zu präsentieren.
Zum anderen boten die Konzeptionierung des Messestands, die
Durchführung des Fachforums über zahlreiche Gespräche
mit den Besuchern bis zu Kontakten zur Fotoindustrie im Hinblick auf
Qualifikationsarbeiten ein vielfältiges und anregendes
Erfahrungsfeld.Autoren / Fotoprojektgruppe an der Pädagogischen Hochschule Freiburg
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