Arbeitsgruppe Fotopädagogik / Medienpädagogik / PH FreiburgSponsorenBild

Jenseits der Pixelschlacht.
Fotopädagogik auf der photokina 2004

Die Presse über die photokina (28.9.-3.10.04) ist seit jeher dominiert von Berichten über technische Neuigkeiten aus der Fotoindustrie, so auch im Herbst 2004. Der Siegeszug der Digitalfotografie war begleitet von Nachrichten über immer größere Pixelzahlen und immer kleinere Kameras. Welchen Platz findet die Fotopädagogik auf einer Industriemesse? Die alle zwei Jahre stattfindende Verleihung des Deutschen Jugendfotopreises auf der photokina, gestiftet von Ministerien des Bundes und des Landes NRW, war bislang fester Bestandteil der Messe. Die enge Kooperation des Arbeitsbereichs Fotografie in der Abteilung Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg mit dem Deutschen Jugendfotopreis, der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kunst und Medien NRW und der Bundesinitiative Jugend ans Netz war Anlass für eine gemeinsame Präsenz auf der photokina 2004: Die Messeleitung ermöglichte durch großzügiges Bild vom Vertreter der Köln Messe Sponsoring einen gemeinsamen Stand (ca. 300 qm) in direkter Nachbarschaft von Telekom und Nokia, nachdem wir die Notwendigkeit einer Beschäftigung mit Foto- und Medienpädagogik deutlich machen konnten. Viel Platz also für die Ausstellung der Preisträgerfotos und den Bereich des KJF, für die PC’s der Bundesinitiative und den gemeinsamen StandBild vom Photokina-Stand der LAG Kunst und Medien mit der Abteilung Medienpädagogik der PH Freiburg. Allen gemeinsam war das Anliegen, die neuen Technologien als medienpädagogische Herausforderung wahrzunehmen und erfolgreiche Projektansätze vorzustellen. Frei nach dem Motto: "Eine gute Kamera macht allein noch keine guten Fotos" wurde versucht, die Fotografie wieder verstärkt als Medium der Kommunikation in Lehr-Lern-Prozessen zu nutzen und Möglichkeiten einer kreativen Fotoarbeit aufzuzeigen.Bild von Jan Schmolling Der Erfolg unserer Präsenz auf dieser Messe zeigt, dass wir mit dem Anliegen, Studierende für den Umgang mit (digitaler) Fotografie medienpädagogisch zu qualifizieren, eine bislang nicht besetzte "Nische" ausfüllen: Die auf der photokina zahlreich anwesenden Fachhochschulen qualifizieren für den Beruf des Fotografen, nicht aber für den des Fotopädagogen.Bild von Prof.Dr.Alfred Holzbrecher Kern der medienpädagogischen Präsenz der PH Freiburg war das Fachforum Digitale Fotografie in Schule und Jugendarbeit, auf dem drei Tage lang Projektbeispiele aus Vorschule, der Primar- und den Sekundarstufen sowie der außerschulischen Jugendmedienarbeit gezeigt und diskutiert wurden. Zum Fachforum erschien das von Alfred Holzbrecher (PH Freiburg) und Jan Schmolling (Deutscher Jugendfotopreis) herausgegebene Buch "Imaging. Digitale Fotografie in Schule und Jugendarbeit", in dem erstmals versucht wurde, didaktische Bausteine für die Arbeit mit dem Medium Digitalfotografie zu entwickeln.
 
Der große Erfolg der Präsenz auf der Fotomesse lässt sich vermutlich nicht allein in Zahlen ausdrücken, sondern besser in einer Wiedergabe von Eindrücken und Erfahrungen: Bild einer Blume Rückblickend betrachtet war die photokina zum einen eine sehr gute Möglichkeit für die beteiligten Kooperationspartner, sich zu präsentieren. Zum anderen boten die Konzeptionierung des Messestands, die Durchführung des Fachforums über zahlreiche Gespräche mit den Besuchern bis zu Kontakten zur Fotoindustrie im Hinblick auf Qualifikationsarbeiten ein vielfältiges und anregendes Erfahrungsfeld.



Autoren / Fotoprojektgruppe an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Prof. Dr. Alfred Holzbrecher
Dipl.Inform.(FH) / Dipl.Päd. Steve Geldhauser
Dipl.Soz.Päd.(FH) Sandra Tell
Dipl.Päd. Ute Gröger
Dipl.Päd. Lin Xue
Christina Hornar